Vorrichtungen und Betriebsmittel aus dem 3D-Druck

Montagehilfen, Lehren, Prüfvorrichtungen und Greiferbacken in wenigen Tagen statt Wochen. Aus PA12-CF, PC oder ASA, mit eingepressten Einsätzen dort, wo Gewinde und Anschläge belastet werden.

Einfache Betriebsmittel versandfertig in 24 bis 72 Stunden

Betriebsmittel, die sich im Druck rechnen

Betriebsmittel sind fast immer Einzelstücke. Genau dort ist Zerspanung teuer und langsam, und genau dort ändert sich die Geometrie nach dem ersten Praxistest.

Montage- und Fügehilfen

Positionierhilfen, Einpresshilfen und Kabelführungen, die Handgriffe reproduzierbar machen und Ausschuss in der Montage senken.

Prüf- und Messvorrichtungen

Aufnahmen, die ein Bauteil für Messuhr, Kamera oder Sichtprüfung immer gleich halten. Gut-Schlecht-Lehren ersetzen langes Messen.

Greiferbacken und Robotik

Leichte Greiferbacken senken die bewegte Masse und damit Taktzeit. Formangepasste Konturen greifen empfindliche Teile ohne Markierung.

Bohr- und Fräsvorlagen

Schablonen mit eingepressten Stahlbuchsen führen den Bohrer sauber und lassen sich für jede Variante schnell neu drucken.

Passende Werkstoffe

Vorrichtungen brauchen Steifigkeit und Maßstabilität, keine maximale Zugfestigkeit. Faserverstärkte Werkstoffe verziehen sich weniger und halten Anschläge länger in Position.

Zum Werkstoffleitfaden

Angaben, die eine Vorrichtung brauchbar machen

  • 01STEP-Datei des Werkstücks, nicht nur der Vorrichtung. Daraus entstehen Aufnahmeflächen mit richtigem Spiel.
  • 02Welche Flächen anliegen und welche frei bleiben müssen, etwa für Messtaster oder Kamera.
  • 03Belastungsrichtung und Spannkraft, damit Wandstärken und Rippen dort liegen, wo die Kraft wirkt.
  • 04Einsatzumgebung: Temperatur, Kühlschmierstoff, Reinigungsmittel und UV-Einfluss schließen Werkstoffe aus.
  • 05Gewinde und Verschleißstellen kennzeichnen, damit Messing- oder Stahleinsätze vorgesehen werden.
Vollständige DFM-Checkliste

Vorrichtungen und Betriebsmittel: gedruckt statt gefräst

Vorrichtungen sind der Bereich, in dem 3D-Druck in der Produktion am schnellsten Geld spart. Eine Montagehilfe, ein Prüflehre oder ein Ablageträger wird einmal gebraucht, in genau einer Geometrie, und muss nach der ersten Anwendung meist noch angepasst werden. Genau dafür ist der Druck gemacht.

Als Werkstoff nehmen wir für die meisten Vorrichtungen PETG, weil es maßhaltig, günstig und ausreichend zäh ist. Wo gespannt, gestoßen oder erwärmt wird, gehen wir auf PA12-CF oder PC. Für Kontaktflächen an empfindlichen Bauteilen setzen wir TPU-Einlagen ein, damit keine Druckstellen entstehen.

Praktisch bewährt hat sich, Vorrichtungen bewusst in Baugruppen zu denken: ein Grundkörper mit Bohrbild und austauschbare Einsätze für die Bauteilaufnahme. Ändert sich das Produkt, wird nur der Einsatz neu gedruckt. Das senkt die Kosten pro Variante deutlich und hält die Rüstzeit an der Linie kurz.

Fertigungsdaten auf einen Blick

Standort
Schleswig, Deutschland
Bauteilgröße
bis ca. 250 x 250 x 250 mm, größere Teile geteilt und gefügt
Stückzahlen
1 bis mehrere Tausend, keine Mindestbestellmenge
Toleranzen
ca. ±0,2 mm bei PLA, PETG und Carbonvarianten, ±0,3 mm bei ABS, ASA und PC
Schichthöhe
0,10 bis 0,30 mm
Werkstoffe
20 technische Filamente von PLA bis PA12-CF und PC FR
Dateiformate
STEP, STL, 3MF, OBJ, IGES bis 200 MB
Lieferzeit
Prototypen in ca. 2 Werktagen, Serien je nach Umfang
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Häufige Fragen zu Betriebsmitteln

Halten gedruckte Vorrichtungen im Dauerbetrieb?

Ja, wenn Werkstoff und Kontaktflächen zur Belastung passen. PA12-CF ist steif und verschleißfest, PC hält höhere Temperaturen, und Anschläge lassen sich mit eingepressten Stahlbuchsen oder Gewindeeinsätzen versehen. Schlecht laufen gedruckte Vorrichtungen nur dort, wo Späne, Kühlschmierstoff und Schlagbelastung zusammenkommen.

Wie schnell bekomme ich eine Vorrichtung?

Einfache Montagehilfen sind wie Prototypen meist in etwa 2 Werktagen nach Datenfreigabe versandfertig. Größere Vorrichtungen mit Einsätzen und Nacharbeit planen wir im Angebot. Die Laufzeit des Versands hängt vom Versanddienstleister ab.

Was kostet eine gedruckte Vorrichtung gegenüber einer gefrästen?

Bei Einzelstücken liegt der Druck meist deutlich darunter, weil weder Programmierung noch Aufspannung anfallen. Der größere Vorteil ist die Änderbarkeit: eine zweite Version kostet erneut nur Material und Druckzeit.

Können Sie nach unserer Skizze konstruieren?

Am besten mit STEP-Daten der Vorrichtung oder des Werkstücks. Wir prüfen die Geometrie auf Druckbarkeit, Ausrichtung und Werkstoff und geben Hinweise zu Aufnahmepunkten und Einsätzen. Häufig braucht eine Vorrichtung zwei Iterationen.

Machen Sie auch klassischen Werkzeugbau?

Nein. Wir fertigen Vorrichtungen, Lehren, Montagehilfen und Greiferbacken im FDM-Druck. Spritzgusswerkzeuge, Stanzwerkzeuge oder gefräste Formen aus Stahl gehören nicht zu unserem Angebot.

Welcher Werkstoff eignet sich für Montagehilfen?

Für steife, maßhaltige Aufnahmen meist PA12-CF. Wo Bauteile nicht verkratzen dürfen, helfen weiche TPU-Auflagen. PETG oder ASA reichen für einfache Positionierhilfen ohne Temperaturbelastung.

Wann ist eine gefräste Vorrichtung die bessere Wahl?

Bei hohen Spannkräften, Schlagbelastung, Spänen und Kühlschmierstoff im Bearbeitungsraum oder sehr engen Toleranzen über große Längen. Dort ist Metall robuster, und wir sagen das auch so.

Lassen sich Vorrichtungen später unverändert nachbestellen?

Ja. Druckdaten, Werkstoff und Parameter werden projektbezogen abgelegt, sodass Ersatz bei Verschleiß mit denselben Einstellungen gefertigt wird.