Rapid Prototyping für Entwicklung und Design

Vom CAD-Modell zum belastbaren Funktionsmuster, ohne Werkzeug und ohne Wartezeit. Wir drucken Prototypen aus technischen Werkstoffen, die sich testen, montieren und zeigen lassen, nicht nur ansehen.

Einzelteile in 24 bis 48 Stunden versandfertig

Welche Prototypen wir fertigen

Industriedesigner und Entwickler brauchen in jeder Projektphase eine andere Art von Muster. Ein Konzeptmodell darf grob sein, ein Funktionsmuster nicht.

Konzept- und Designmodelle

Volumen, Proportion und Haptik früh in der Hand haben. Günstig in PLA oder PETG, mehrere Varianten parallel.

Funktionsprototypen

Bauteile, die Last, Wärme oder Medien aushalten. PA12-CF, PC und ASA ersetzen im Test oft schon das Serienmaterial.

Passform- und Montageprüfung

Einbaulage, Kabelwege und Toleranzketten prüfen, bevor Spritzgusswerkzeuge freigegeben werden.

Messe- und Investorenmuster

Nachbearbeitete Modelle mit geschliffener und lackierter Oberfläche, wenn das Muster verkaufen soll.

Passende Werkstoffe

Ein Prototyp ist nur so aussagekräftig wie sein Werkstoff. Wir wählen nach Einsatzbedingung, nicht nach Verfügbarkeit.

Zum Werkstoffleitfaden

Damit die erste Runde schon sitzt

  • 01Einsatzbedingungen nennen: Temperatur, Last, UV, Chemie. Daraus folgt der Werkstoff, nicht umgekehrt.
  • 02Kritische Maße und Passungen markieren, damit wir Orientierung und Toleranzen darauf auslegen.
  • 03Gewinde als Kernloch für Gewindeeinsätze vorsehen statt direkt zu drucken.
  • 04Wandstärken ab 1,2 mm für tragende Bereiche, dünnere Wände nur bei rein optischen Modellen.
  • 05Sagen, welche Flächen sichtbar bleiben. Danach richten wir Stützstrukturen und Nachbearbeitung aus.
  • 06Angeben, ob weitere Iterationen kommen. Dann planen wir Werkstoff und Kosten über die gesamte Schleife.
Vollständige DFM-Checkliste

Rapid Prototyping: schnell iterieren, ohne falsche Ergebnisse

Rapid Prototyping wird oft mit reiner Geschwindigkeit gleichgesetzt. In der Praxis entscheidet aber, ob der Prototyp die Frage beantwortet, die in dieser Entwicklungsphase offen ist. Für Proportionen und Ergonomie genügt ein PLA-Modell über Nacht. Für eine Belastungsaussage muss im Werkstoff des Serienteils gedruckt werden, sonst testen Sie das falsche Bauteil.

Die zweite Stellschraube ist die Zahl der Varianten pro Runde. Drei Varianten in einem Bauauftrag kosten kaum mehr als eine, weil Einrichtzeit und Anfahrt konstant bleiben. Wer bewusst Varianten mitdruckt, spart am Ende eine ganze Iterationsrunde und damit meist mehr als die Materialkosten.

Was viele unterschätzt: der Übergang in die Serie. Wenn Prototyp und Serie im selben Verfahren und mit demselben dokumentierten Parametersatz laufen, bleibt das freigegebene Bauteil reproduzierbar. Wechselt man dagegen nach der Freigabe das Verfahren, beginnt die Erprobung faktisch neu.

Fertigungsdaten auf einen Blick

Standort
Schleswig, Deutschland
Bauteilgröße
bis ca. 250 x 250 x 250 mm, größere Teile geteilt und gefügt
Stückzahlen
1 bis mehrere Tausend, keine Mindestbestellmenge
Toleranzen
ca. ±0,2 mm bei PLA, PETG und Carbonvarianten, ±0,3 mm bei ABS, ASA und PC
Schichthöhe
0,10 bis 0,30 mm
Werkstoffe
20 technische Filamente von PLA bis PA12-CF und PC FR
Dateiformate
STEP, STL, 3MF, OBJ, IGES bis 200 MB
Lieferzeit
Prototypen in ca. 2 Werktagen, Serien je nach Umfang
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Häufige Fragen zum Rapid Prototyping

Wie schnell ist Rapid Prototyping wirklich?

Einzelne Bauteile in gängigen Werkstoffen gehen in 24 bis 48 Stunden raus. Bei größeren Baugruppen oder Hochtemperaturwerkstoffen liegt die Laufzeit bei 3 bis 5 Werktagen. Entscheidend ist nicht die Druckzeit, sondern wie sauber die Daten ankommen.

Reicht ein gedruckter Prototyp für einen echten Funktionstest?

In den meisten Fällen ja, wenn Werkstoff und Orientierung zur Belastung passen. PA12-CF und PC halten Lasten und Temperaturen aus, die ein PLA-Muster nie überlebt. Für Dauerlast und Zyklen prüfen wir gemeinsam, ob der Prototyp aussagekräftig ist oder ob es ein Serienverfahren braucht.

Welche Daten brauchen Sie für ein Angebot?

STEP ist ideal, STL geht ebenfalls. Dazu Werkstoffwunsch oder Einsatzbedingungen, Stückzahl und ob Gewinde, Passungen oder Dichtflächen vorhanden sind. Alles andere klären wir vor dem Druck, nicht danach.

Wie viele Iterationen sind sinnvoll?

Meist zwei bis drei. Die erste Runde klärt Passform und Bauraum, die zweite Belastung und Montage, die dritte Oberfläche und Optik. Wer alles in eine Runde packt, zahlt am Ende mehr, weil sich Fehlerursachen nicht mehr trennen lassen.