Serienteile als dauerhaftes Endteil aus dem 3D-Druck

Für kleine und mittlere Stückzahlen bleibt der 3D-Druck über den gesamten Produktlebenszyklus die richtige Fertigungsmethode, nicht nur für den Prototyp. Mit dokumentierten Parametern, Losverfolgung und einfacher Nachbestellung.

Serien in einer Lieferzeit je nach Umfang, abhängig von Stückzahl

Wann Drucken die richtige Serienlösung bleibt

Nicht jede Serie muss irgendwann ins Spritzgusswerkzeug wandern. Viele Produkte bleiben dauerhaft bei kleinen bis mittleren Stückzahlen, wo Werkzeugkosten sich nie amortisieren würden.

Nischenprodukte mit stabiler Nachfrage

Wenige Hundert Teile pro Jahr, bei denen ein Spritzgusswerkzeug sich nie amortisiert, der Druck aber jederzeit nachlieferbar bleibt.

Variantenreiche Serienteile

Produkte mit mehreren Ausführungen, bei denen jede Variante ein eigenes Werkzeug bräuchte, im Druck aber nur eine andere Datei ist.

Ersatz- und Zubehörteile über die Produktlaufzeit

Teile, die über Jahre in kleinen Mengen nachgefragt werden, ohne Lagerhaltung großer Losgrößen.

Serienteile mit häufigen Designanpassungen

Produkte in aktiver Weiterentwicklung, bei denen ein Werkzeugwechsel jede Iteration verteuern würde.

Passende Werkstoffe

Für Serienteile zählt vor allem Reproduzierbarkeit über die gesamte Laufzeit. Wir wählen Werkstoffe, die sich stabil verarbeiten lassen und über mehrere Nachbestellungen gleichbleibende Eigenschaften liefern.

Zum Werkstoffleitfaden

Angaben für eine stabile Serienfertigung

  • 01Kritische Maße mit Toleranzangabe, damit die Prüfung während der Serie eindeutig ist.
  • 02Geplante Jahresstückzahl und Losgrößen, um Kapazität und Lieferrhythmus zu planen.
  • 03Ob ein Prüfprotokoll oder eine Erstmusterprüfung gewünscht ist.
  • 04Verpackungsanforderungen, etwa Einzelverpackung oder Beutel je Losgröße.
  • 05Ob mit Designänderungen während der Produktlaufzeit zu rechnen ist.
Vollständige DFM-Checkliste

3D-Druck als dauerhafte Serienfertigung, nicht nur als Prototyp

Viele Unternehmen denken beim 3D-Druck zuerst an den Prototyp, dabei bleibt der Druck für einen großen Teil der produzierenden Industrie über den kompletten Produktlebenszyklus die wirtschaftlichste Fertigungsmethode. Entscheidend ist die Stückzahl: Solange ein Produkt bei einigen Hundert bis wenigen Tausend Teilen pro Jahr bleibt, amortisiert sich ein Spritzgusswerkzeug selten. Die Kosten pro Teil sinken im Druck zwar mit steigender Stückzahl, aber deutlich flacher als bei Spritzguss, wo hohe Werkzeugkosten erst nach großen Losgrößen verschwinden.

Wiederholgenauigkeit über die gesamte Produktlaufzeit ist der zweite entscheidende Punkt bei echten Serienteilen. Wir drucken mit fest dokumentierten Parametern je Bauteil und Werkstoff, sodass eine Nachbestellung nach einem Jahr denselben Prozess durchläuft wie die erste Charge. Kritische Maße werden während der Serie stichprobenartig geprüft, nicht nur am Anfang und Ende der Charge, damit Abweichungen durch Materialschwankung oder Maschinenzustand früh auffallen und nicht erst beim Kunden.

Zeichnungen und Prüfanforderungen lohnen sich bei Serienteilen deutlich mehr als bei einem Einzelstück, weil sie die Basis für jede spätere Nachbestellung bilden. Eine Prüfzeichnung mit den wirklich kritischen Maßen, statt einer vollständigen Bemaßung jedes Details, hält den Prüfaufwand handhabbar und macht klar, worauf es bei der Serie wirklich ankommt. Wächst die Nachfrage über die Zeit deutlich, etwa auf mehrere Zehntausend Teile pro Jahr bei kleiner, unveränderlicher Geometrie, ist das der Punkt, an dem sich ein Wechsel zu Spritzguss rechnerisch lohnen kann, und wir sagen das auch dann, wenn es unser eigenes Auftragsvolumen verringert.

Fertigungsdaten auf einen Blick

Standort
Schleswig, Deutschland
Bauteilgröße
bis ca. 250 x 250 x 250 mm, größere Teile geteilt und gefügt
Stückzahlen
1 bis mehrere Tausend, keine Mindestbestellmenge
Toleranzen
ca. ±0,2 mm bei PLA, PETG und Carbonvarianten, ±0,3 mm bei ABS, ASA und PC
Schichthöhe
0,10 bis 0,30 mm
Werkstoffe
20 technische Filamente von PLA bis PA12-CF und PC FR
Dateiformate
STEP, STL, 3MF, OBJ, IGES bis 200 MB
Lieferzeit
Prototypen in ca. 2 Werktagen, Serien je nach Umfang
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Häufige Fragen zu Serienteilen

Ab welcher Stückzahl lohnt sich Spritzguss statt 3D-Druck?

Das hängt stark von Teilegröße und Werkzeugkosten ab, liegt aber häufig im Bereich von einigen Tausend bis Zehntausend Teilen pro Jahr. Bei geringeren Stückzahlen oder häufigen Designänderungen bleibt der Druck meist günstiger, weil kein Werkzeug finanziert werden muss.

Wie stellen Sie sicher, dass Teil 1 und Teil 500 gleich aussehen?

Wir drucken Serien mit fixierten Parametern, gleichem Filament-Los soweit möglich und dokumentierten Druckeinstellungen. Stichproben werden während der Serie gemessen, Abweichungen fallen so frühzeitig auf statt erst am Ende der Charge.

Bekomme ich eine Bemaßungszeichnung oder ein Prüfprotokoll?

Auf Wunsch erstellen wir eine Prüfzeichnung mit kritischen Maßen und liefern ein Messprotokoll zur Serie. Ohne Vorgabe prüfen wir gegen die STEP-Datei und die üblichen Fertigungstoleranzen.

Kann ich später einfach nachbestellen?

Ja, wir speichern Bauteildaten, Werkstoff und Druckparameter zur Referenz. Eine Nachbestellung läuft ohne erneute Abstimmung, solange sich Zeichnung und Anforderungen nicht geändert haben.