3D-Druck Lohnfertigung

Sie suchen einen externen Fertiger für FDM-Bauteile? Wir fertigen Einzelteile, Prototypen, Kleinserien und Endbauteile nach Ihrer CAD-Datei, in über 20 technischen Werkstoffen. Einmal freigeben, danach nachbestellen, ohne dass sich Werkstoff oder Maße unbemerkt verschieben.

Nachbestellungen mit identischen Parametern

Wofür Kunden uns beauftragen

Lohnfertigung im Druck ersetzt kein Spritzguss. Sie schließt die Lücke zwischen Einzelteil und Werkzeugfreigabe, und sie hält Bauteile am Leben, die längst aus der Serie sind.

Wiederkehrende Kleinserien

Feste Bauteile in Losgrößen von 20 bis 500 Stück, mehrmals im Jahr abgerufen statt auf Lager produziert.

Betriebsmittel und Vorrichtungen

Montagehilfen, Prüflehren und Ablegenester, die mit jeder Produktvariante angepasst werden müssen.

Auslaufteile und Ersatzteile

Bauteile ohne Werkzeug und ohne Lieferant, nach Zeichnung oder vermessenem Muster nachgefertigt.

Kapazitätsspitzen

Zusätzliche Fertigungskapazität, wenn die eigene Druckerflotte ausgelastet oder ein Serienanlauf eng ist.

Passende Werkstoffe

In der Lohnfertigung zählt Reproduzierbarkeit mehr als Spitzenwerte im Datenblatt. Wir arbeiten mit Werkstoffen, die wir dauerhaft in gleicher Qualität beschaffen können.

Zum Werkstoffleitfaden

Was wir vor der Freigabe festlegen

  • 01Werkstoff und Hersteller, damit Chargenwechsel nicht zu neuen Maßen führen.
  • 02Bauteilorientierung, weil sie Festigkeit und Toleranzen stärker beeinflusst als jede Einstellung danach.
  • 03Prüfmaße und deren Toleranzen, sinnvoll begrenzt auf die Maße, die im Einbau wirklich zählen.
  • 04Nachbearbeitung: Entgraten, Gewindeeinsätze, Beschriftung oder Lackierung.
  • 05Verpackung und Kennzeichnung, damit die Teile im Wareneingang ohne Rückfragen durchlaufen.
Vollständige DFM-Checkliste

Auftragsfertigung: wie die Zusammenarbeit abläuft

Eine Lohnfertigung steht und fällt mit der Datenübergabe. Wir prüfen jede STEP-Datei vor dem Angebot auf Wandstärken, Bohrungsdurchmesser und freitragende Bereiche und melden zurück, was sich mit kleinen Änderungen günstiger oder haltbarer fertigen lässt. Das kostet ein paar Stunden und erspart in der Regel eine Runde Nacharbeit.

Danach folgt ein Erstteil. Es wird gemessen, dokumentiert und von Ihnen freigegeben, bevor die restliche Menge in Fertigung geht. Bei laufenden Aufträgen messen wir erstes, mittleres und letztes Teil einer Charge, damit eine Abweichung auffällt, solange sie noch korrigierbar ist.

Für Abrufaufträge halten wir Werkstoff und Parametersatz bereit und liefern nach Plan. Das ist besonders für Ersatzteile und Betriebsmittel sinnvoll, weil Sie damit kein Lager aufbauen müssen und trotzdem eine kurze Wiederbeschaffungszeit haben.

Was wir in Lohnfertigung herstellen

Vom ersten Muster bis zur wiederkehrenden Serie läuft alles über denselben Prozess. Die Stückzahl entscheidet, wie viel Aufwand in Festschreibung und Prüfung fließt.

Einzelteile

Ein Halter, ein Adapter, ein Ersatzteil für eine stehende Anlage. Einzelteile fertigen wir ohne Mindestmenge, meist innerhalb von etwa zwei Werktagen nach Freigabe versandfertig.

Prototypen

Funktionsmuster für Passung, Montage und Belastungstests. Der Prototyp wird möglichst im späteren Serienwerkstoff gedruckt, damit die Erkenntnisse auf die Serie übertragbar sind.

Kleinserien

Losgrößen von einigen Dutzend bis einigen Hundert Teilen, bei denen sich ein Spritzgusswerkzeug nicht rechnet. Orientierung, Parameter und Prüfmaße werden vor dem ersten Los festgelegt.

Serienfertigung und Endbauteile

Bauteile, die direkt in Maschinen, Geräte oder Baugruppen eingebaut werden. Für additive Serienfertigung eignen sich vor allem Teile mit komplexer Geometrie, vielen Varianten oder schwankendem Bedarf.

Wiederkehrende Fertigungsaufträge

Rahmenaufträge mit Abrufen: Werkstoff und Parametersatz liegen bereit, Sie rufen Teilmengen nach Bedarf ab. Damit bleibt Ihr Lager klein und die Wiederbeschaffung kurz.

Technische Bauteile

Gehäuse, Abdeckungen, Vorrichtungen, Greiferfinger, Kabelführungen, Zahnräder für geringe Lasten und Bauteile mit Gewindeeinsätzen. Die Bauteilgröße liegt bei bis zu ca. 250 x 250 x 250 mm, größere Teile werden geteilt und gefügt.

Anforderungen, Stückzahlen und Lieferzeit

Qualitäts- und Fertigungsanforderungen

Wir legen mit Ihnen fest, welche Maße kritisch sind, welche Toleranzen gelten und wie geprüft wird. Erreichbar sind je nach Werkstoff etwa ±0,2 bis ±0,3 mm. Engere Passungen lösen wir über Nacharbeit oder eine angepasste Konstruktion. Unsere Fertigungsprozesse folgen einem Qualitätsmanagementsystem, das sich an den Anforderungen der ISO 9001:2026 orientiert.

Stückzahlen

Von einem Teil bis zu mehreren Tausend Teilen, ohne Mindestbestellmenge. Ab welcher Menge ein anderes Verfahren günstiger wird, hängt stark von Bauteilgröße und Geometrie ab. Das sagen wir Ihnen offen.

Lieferzeiten und was sie beeinflusst

Prototypen sind meist in ca. zwei Werktagen versandfertig. Bei Serien bestimmen Druckzeit pro Teil, Anzahl der Teile pro Bauplatte, Nachbearbeitung, Prüfumfang und Werkstoffverfügbarkeit den Termin. Die Transportzeit hängt vom Versanddienstleister ab.

Kostenfaktoren

Den größten Anteil hat die Maschinenzeit. Dazu kommen Werkstoff, Stützstrukturen, Daten- und Rüstaufwand, Nachbearbeitung und Prüfung. Eine kurze DFM-Prüfung senkt die Kosten oft spürbar, etwa durch eine bessere Orientierung oder weniger Stützmaterial.

Ablauf: von der Anfrage bis zur Fertigung

1. Datei und Anforderungen senden

STEP, STL oder 3MF hochladen, dazu Stückzahl, Werkstoff oder Einsatzbedingungen. Für Standardteile erhalten Sie über das Sofortangebot direkt einen Preis.

2. Datenprüfung und Angebot

Wir prüfen Wandstärken, Bohrungen, Überhänge und Orientierung und melden zurück, wenn kleine Änderungen das Teil günstiger oder haltbarer machen.

3. Erstteil und Freigabe

Bei Serien fertigen wir zuerst ein Erstteil, messen es und dokumentieren die kritischen Maße. Nach Ihrer Freigabe werden die Parameter festgeschrieben.

4. Fertigung, Prüfung, Versand

Die Charge wird gedruckt, nachbearbeitet und stichprobenartig geprüft, dann gekennzeichnet und verpackt. Nachbestellungen laufen mit denselben Parametern.

Einsatz in Maschinenbau, Anlagenbau und Elektrotechnik

Maschinen- und Anlagenbau

Vorrichtungen, Greifer, Schutzabdeckungen, Führungen und Ersatzteile für Anlagen, deren Originalteile nicht mehr lieferbar sind.

Elektrotechnik

Elektronikgehäuse, Halter für Platinen und Kabelführungen. Für Anwendungen mit Brandschutzanforderungen steht PC FR mit UL94-Einstufung des Materialherstellers zur Verfügung.

Weitere industrielle Anwendungen

Automation, Robotik, Verpackungsmaschinen, Labortechnik und Produktentwicklung. Überall dort, wo Teile in kleinen Mengen, in Varianten oder kurzfristig gebraucht werden.

Lohnfertigung oder eigene Fertigung?

Beides hat seinen Platz. Die Tabelle zeigt, worin sich die Optionen im Alltag unterscheiden.

KriteriumLohnfertigungEigener FDM-Drucker
Investitionkeine, Kosten pro AuftragAnschaffung, Wartung, Ersatzteile
Werkstoffeüber 20 technische Filamente, ohne eigenes Lagermeist wenige Standardwerkstoffe
Schwankende MengenKapazität nach Bedarfbegrenzt durch eigene Maschinen
Prüfung und DokumentationErstteil, Prüfmaße, Stichprobeneigener Aufwand
Sinnvoll beiSerien, technischen Werkstoffen, Spitzenlastenständigem Bedarf an einfachen Teilen

Fertigungsdaten auf einen Blick

Standort
Schleswig, Deutschland
Bauteilgröße
bis ca. 250 x 250 x 250 mm, größere Teile geteilt und gefügt
Stückzahlen
1 bis mehrere Tausend, keine Mindestbestellmenge
Toleranzen
ca. ±0,2 mm bei PLA, PETG und Carbonvarianten, ±0,3 mm bei ABS, ASA und PC
Schichthöhe
0,10 bis 0,30 mm
Werkstoffe
20 technische Filamente von PLA bis PA12-CF und PC FR
Dateiformate
STEP, STL, 3MF, OBJ, IGES bis 200 MB
Lieferzeit
Prototypen in ca. 2 Werktagen, Serien je nach Umfang
Sofortangebot

Datei hochladen für Sofortpreis

Erhalten Sie Preis und Fertigungsfeedback in Minuten. STEP, STL, 3MF und OBJ unterstützt.

Sofortangebot-Tool von Seekmake

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Häufige Fragen zur Lohnfertigung

Ab welcher Stückzahl lohnt sich Lohnfertigung im 3D-Druck?

Es gibt keine Mindestmenge. Wirtschaftlich interessant wird es überall dort, wo ein Werkzeug bei 200 bis 2.000 Teilen pro Jahr nie amortisiert wird oder wo Varianten häufiger wechseln als das Werkzeug es zulässt.

Können wir Rahmenaufträge mit Abrufen vereinbaren?

Ja. Werkstoff, Parameter und Prüfmaße werden einmal festgelegt, danach rufen Sie Teilmengen ab. Das hält den Preis stabil und die Lagerbindung niedrig.

Wie stellen Sie Wiederholgenauigkeit sicher?

Freigegebene Aufträge laufen mit festgeschriebenem Werkstoff, Düsendurchmesser, Schichthöhe und Orientierung. Kritische Maße prüfen wir stichprobenartig und dokumentieren sie. Ohne diese Festschreibung ist jede Nachfertigung ein neues Bauteil.

Übernehmen Sie auch Bauteile, die bisher gefräst wurden?

Häufig ja, wenn Last und Toleranzen es zulassen. Sinnvoll ist das vor allem bei komplexen Geometrien mit viel Zerspanungsvolumen. Wir sagen aber auch klar, wenn Fräsen das richtige Verfahren bleibt.

Was ist 3D-Druck-Lohnfertigung?

Bei der Lohnfertigung fertigt ein externer Dienstleister Bauteile nach Ihren Daten und Vorgaben. Sie liefern CAD-Datei, Werkstoff und Anforderungen, wir übernehmen Datenprüfung, Druck, Nachbearbeitung und Prüfung. Sie brauchen dafür weder eigene Drucker noch Personal für den Betrieb.

Fertigen Sie auch Endbauteile (End-Use-Parts) und nicht nur Prototypen?

Ja. Ein großer Teil unserer Aufträge sind Bauteile, die direkt eingebaut werden: Halter, Abdeckungen, Gehäuse, Vorrichtungen und Ersatzteile. Ob ein FDM-Teil als Endbauteil taugt, hängt von Last, Temperatur, Umgebung und Toleranzen ab. Das klären wir vor dem Angebot.

Wie lange dauert ein Lohnfertigungsauftrag?

Prototypen und Einzelteile sind meist innerhalb von etwa zwei Werktagen nach Freigabe versandfertig. Bei Serien hängt die Zeit von Stückzahl, Druckzeit pro Teil, Nachbearbeitung und Prüfumfang ab und steht im Angebot. Die Transportzeit hängt vom Versanddienstleister ab.

Was bestimmt den Preis in der Lohnfertigung?

Vor allem die Maschinenzeit, danach Werkstoff, Stützstrukturen, Rüst- und Datenaufwand, Nachbearbeitung und Prüfumfang. Größere Stückzahlen verteilen den einmaligen Aufwand auf mehr Teile. Einen konkreten Preis nennen wir nach Prüfung der Datei.

Lohnt sich ein externer Fertiger mehr als ein eigener 3D-Drucker?

Das hängt von Auslastung und Werkstoffen ab. Ein eigener Drucker lohnt sich bei ständigem Bedarf in einfachen Werkstoffen. Bei schwankenden Mengen, technischen Werkstoffen wie PC, PA12-CF oder PC FR oder bei Bedarf an Prüfung und Dokumentation ist die Vergabe oft günstiger, weil Anschaffung, Wartung, Materiallager und Bedienzeit entfallen.