3D-Druck Serienfertigung mit gleichbleibender Qualität

Serienfertigung im 3D-Druck heißt nicht nur oft drucken, sondern planbar drucken: eine Materialcharge je Los, Messung an Anfang, Mitte und Ende des Laufs, und ein dokumentierter Prozess, der sich bei Nachbestellung wiederholen lässt.

Serien in einer Lieferzeit je nach Umfang, Stückzahlen bis mehrere Tausend

Wofür sich geplante Serien lohnen

Sobald ein Bauteil regelmäßig in derselben Geometrie gebraucht wird, lohnt sich eine feste Losplanung mehr als wiederholte Einzelaufträge.

Wiederkehrende Ersatzteile

Teile, die planmäßig verschleißen, werden in festen Losgrößen nachgefertigt, mit derselben Materialcharge und denselben Parametern wie beim letzten Lauf.

Serienbauteile für Baugruppen

Gehäuseteile, Halterungen und Abdeckungen, die in eine bestehende Baugruppe passen müssen, über die gesamte Losgröße hinweg.

Zubehör und Aftermarket-Teile

Serien im dreistelligen bis niedrigen vierstelligen Bereich, bei denen sich ein Spritzgusswerkzeug noch nicht amortisiert.

Kleinere Serien mit häufiger Änderung

Wenn Produktvarianten regelmäßig wechseln, lassen sich Losgrößen und Geometrie ohne Werkzeugkosten anpassen. Für sehr kleine Mengen siehe unsere Seite zu Kleinserien.

Passende Werkstoffe

Für Serien zählt vor allem, dass ein Werkstoff über die gesamte Losgröße gleich verarbeitet werden kann, ohne Chargenwechsel mitten im Lauf.

Zum Werkstoffleitfaden

Angaben für eine planbare Serie

  • 01Erwartete Jahresmenge, damit Losgrößen und Nachbestellrhythmus sinnvoll geplant werden.
  • 02Kritische Maße, die an Erst-, Mittel- und Endteil jedes Laufs geprüft werden sollen.
  • 03Ob eine feste Materialcharge über mehrere Nachbestellungen hinweg verlangt wird.
  • 04Verpackungs- und Kennzeichnungsanforderungen für Lager oder Weiterverarbeitung.
  • 05Ab welcher Stückzahl ein Vergleich mit Spritzguss sinnvoll ist, damit wir das offen ansprechen können.
Vollständige DFM-Checkliste

Wie aus einzelnen Drucken eine Serie wird

Der Unterschied zwischen wiederholtem Einzeldruck und echter Serienfertigung liegt in der Planung vor dem ersten Bauteil. Eine Serie beginnt mit der Festlegung einer Losgröße, die zur Bauplattenkapazität und zur gewünschten Materialcharge passt. Wir versuchen, eine Serie möglichst aus einer einzigen Materialcharge zu fertigen, weil Filamentchargen sich in Farbton und Feuchtegehalt geringfügig unterscheiden können. Das spielt bei sichtbaren Bauteilen eine größere Rolle als bei rein funktionalen, aber die Grundregel gilt für beide: ein Los, eine Charge, ein Parametersatz.

Während des Laufs messen wir definierte Maße am ersten Teil, an einem Teil aus der Mitte des Laufs und am letzten Teil. Diese drei Messpunkte fangen die häufigsten Fehlerquellen ab: eine falsche Anfangskalibrierung zeigt sich am ersten Teil, eine schleichende Drift durch Düsenverschleiß oder Temperaturschwankung zeigt sich in der Mitte, und ein Problem gegen Ende des Laufs, etwa durch nachlassende Filamentqualität an der Spule, zeigt sich am letzten Teil. Weicht ein Wert außerhalb der Toleranz ab, wird der Lauf gestoppt und die Ursache geklärt, statt das gesamte Los fertigzudrucken und erst am Ende zu prüfen. Diese Prüfschritte sind Teil unseres Qualitätsmanagementsystems, das sich an den Anforderungen der ISO 9001:2026 orientiert.

Für Nachbestellungen bewahren wir Werkstoff, Prozessparameter und Bauteilnummer aus dem Erstauftrag auf, damit ein Los, das in sechs Monaten erneut bestellt wird, denselben Prozess durchläuft. Ab welcher Stückzahl sich Spritzguss lohnt, hängt von Werkzeugkosten, Geometriekomplexität und erwarteter Jahresmenge ab, liegt aber meist im Bereich einiger Tausend Teile pro Geometrie und Jahr. Unterhalb dieser Schwelle amortisiert sich ein Werkzeug nicht, und der 3D-Druck bleibt die wirtschaftlichere Option, gerade weil keine Werkzeugkosten anfallen und Änderungen an der Geometrie ohne neues Werkzeug möglich sind. Für sehr kleine Stückzahlen unter zehn Teilen ist unsere Kleinserienfertigung meist die passendere Einstiegsseite.

Fertigungsdaten auf einen Blick

Standort
Schleswig, Deutschland
Bauteilgröße
bis ca. 250 x 250 x 250 mm, größere Teile geteilt und gefügt
Stückzahlen
1 bis mehrere Tausend, keine Mindestbestellmenge
Toleranzen
ca. ±0,2 mm bei PLA, PETG und Carbonvarianten, ±0,3 mm bei ABS, ASA und PC
Schichthöhe
0,10 bis 0,30 mm
Werkstoffe
20 technische Filamente von PLA bis PA12-CF und PC FR
Dateiformate
STEP, STL, 3MF, OBJ, IGES bis 200 MB
Lieferzeit
Prototypen in ca. 2 Werktagen, Serien je nach Umfang
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Häufige Fragen zur Serienfertigung

Wie stellen Sie sicher, dass Teil 1 und Teil 500 gleich sind?

Wir planen den Bauauftrag als Los mit einer Materialcharge, messen definierte Maße am ersten, einem mittleren und dem letzten Teil des Laufs und protokollieren Abweichungen. Weicht ein Wert ab, wird der Lauf angehalten statt bis zum Ende durchgedruckt.

Ab welcher Stückzahl ist Spritzguss günstiger als 3D-Druck?

Das hängt stark von Geometrie und Werkzeugkosten ab, liegt aber meist im Bereich einiger Tausend Stück pro Geometrie und Jahr. Unterhalb dieser Schwelle amortisiert sich ein Spritzgusswerkzeug nicht, und 3D-Druck bleibt wirtschaftlicher. Wir weisen darauf hin, wenn eine Anfrage in diesen Bereich fällt.

Wie werden Serienteile verpackt und gekennzeichnet?

Je nach Vereinbarung einzeln oder in Chargen mit Etikett zu Bauteilnummer, Werkstoff, Chargennummer und Bestelldatum, damit eine Nachbestellung eindeutig zuzuordnen ist.

Ist eine Nachbestellung nach Monaten noch identisch?

Wir hinterlegen Werkstoff, Prozessparameter und Bauteilnummer aus dem Erstauftrag und drucken Nachbestellungen mit denselben Einstellungen. Kleinere Abweichungen bei Farbcharge oder Umgebungsbedingungen können bei rein optischen Merkmalen vorkommen, funktionale Maße bleiben im dokumentierten Toleranzband.