3D-Druck für die iterative Produktentwicklung

Von der ersten Formprobe bis zur Vorserie: Wir begleiten Entwicklungsprojekte mit kurzen Druckzyklen, damit jede Revision schnell auf dem Tisch liegt und der Design Freeze auf geprüften Daten steht.

Erste Iteration meist in 2 bis 3 Werktagen zurück

Stationen im Entwicklungsprozess

Jede Phase der Entwicklung stellt andere Anforderungen an das gedruckte Teil, von reiner Optik bis zu belastbarer Funktion im Zielwerkstoff.

Formmodelle

Erste haptische Modelle zur Beurteilung von Proportionen, Griffigkeit und Optik, meist in PLA für kurze Druckzeiten und geringe Kosten.

Passproben

Prüfung von Toleranzen, Schnittstellen und Zusammenbau mit realen Gegenstücken, bevor teurere Werkzeuge oder Serienteile beschafft werden.

Funktionsprototypen

Bauteile im vorgesehenen Serienwerkstoff für Belastungs-, Temperatur- oder Dauertests unter realistischen Bedingungen.

Vorserienteile

Kleinserien für Anwendertests, Zulassungsvorbereitung oder Markteinführung, mit Oberfläche nahe am geplanten Endprodukt.

Passende Werkstoffe

Für frühe Formmodelle reicht meist PLA, für Funktionsprototypen und Vorserien wählen wir den Werkstoff, der der geplanten Serienlösung am nächsten kommt.

Zum Werkstoffleitfaden

Angaben für jede Entwicklungsstufe

  • 01Aktuelle Entwicklungsphase: Formprobe, Funktionsprüfung oder Vorserie, damit Werkstoff und Nachbearbeitung passen.
  • 02Geplanter Serienwerkstoff und -prozess, auch wenn der Prototyp zunächst in einem anderen Material gedruckt wird.
  • 03Gegenstücke oder Baugruppen, mit denen das Teil zusammenpassen muss, idealerweise als STEP-Datei.
  • 04Geplante Prüfungen: Belastung, Temperatur, UV oder Chemikalienkontakt, damit wir den Werkstoff entsprechend eingrenzen.
  • 05Zeitrahmen bis zum nächsten Meilenstein, damit wir die Iterationsschleife danach takten.
Vollständige DFM-Checkliste

Vom ersten Formmodell zur belastbaren Vorserie

Produktentwicklung lebt von schnellen Schleifen. Je länger eine Iteration dauert, desto teurer wird eine Fehlentscheidung, die erst spät auffällt. Wir richten unsere Prozesse darauf aus, dass ein Formmodell oder eine Passprobe innerhalb weniger Werktage auf dem Tisch liegt, damit ein Entwicklungsteam wöchentlich statt monatlich neue Erkenntnisse aus physischen Teilen gewinnt. Das gilt besonders in der frühen Phase, in der viele Details noch offen sind und ein Druckversuch günstiger ist als eine lange Diskussion am Bildschirm.

Der Übergang vom Prototypenwerkstoff zum Serienwerkstoff ist ein Punkt, an dem viele Projekte Zeit verlieren. Ein Teil, das in PLA sauber passt, kann in PA12-CF oder PC durch abweichendes Schwindungsverhalten und andere Steifigkeit spürbar anders ausfallen. Wir empfehlen deshalb, spätestens ab der Funktionsprüfung im vorgesehenen Serienwerkstoff zu drucken, auch wenn die Formprobe zuvor günstiger in PLA lief. So werden Toleranzabweichungen sichtbar, bevor sie in Werkzeuge oder feste Spezifikationen einfließen.

Für die Planung von Revisionsschleifen hilft es, vorab festzulegen, was in jeder Runde geprüft werden soll, statt bei jeder Iteration alles gleichzeitig zu ändern. Wenn Form, Passung und Funktion getrennt geprüft werden, lässt sich eine Abweichung klar einer Ursache zuordnen. Für die Vorserie senden wir dann Teile im Serienwerkstoff mit Oberflächenbehandlung nahe am geplanten Endprodukt, sodass Anwendertests und interne Freigaben auf belastbaren Mustern beruhen.

Fertigungsdaten auf einen Blick

Standort
Schleswig, Deutschland
Bauteilgröße
bis ca. 250 x 250 x 250 mm, größere Teile geteilt und gefügt
Stückzahlen
1 bis mehrere Tausend, keine Mindestbestellmenge
Toleranzen
ca. ±0,2 mm bei PLA, PETG und Carbonvarianten, ±0,3 mm bei ABS, ASA und PC
Schichthöhe
0,10 bis 0,30 mm
Werkstoffe
20 technische Filamente von PLA bis PA12-CF und PC FR
Dateiformate
STEP, STL, 3MF, OBJ, IGES bis 200 MB
Lieferzeit
Prototypen in ca. 2 Werktagen, Serien je nach Umfang
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Häufige Fragen zur Prototypenentwicklung

Wie viele Iterationen sind vor dem Design Freeze üblich?

Das hängt vom Bauteil ab, aber zwei bis vier gedruckte Revisionen sind für die meisten mechanischen Teile realistisch: eine Formprobe, eine Funktionsversion, eine Version mit Serienwerkstoff und gegebenenfalls eine Feinkorrektur.

Ab wann sollte im Serienwerkstoff gedruckt werden?

Sobald Form und Passung feststehen, sollten Funktionsprüfungen im vorgesehenen Serienwerkstoff laufen. Ein Bauteil, das in PLA passt, kann in PC oder PA12-CF ein anderes Schwindungs- und Steifigkeitsverhalten zeigen, das die Passung wieder verschiebt.

Was sollten wir für die erste Iteration liefern?

Eine STEP-Datei genügt für die erste Formprobe. Für Funktionsprototypen sind zusätzlich Angaben zu Gegenstücken, Kräften und Umgebungsbedingungen hilfreich, damit wir Werkstoff und Wandstärken passend auslegen.

Können Vorserienteile direkt an Kunden oder Testnutzer gehen?

Ja, Vorserienteile aus dem Serienwerkstoff eignen sich für Anwendertests, wenn Optik und Funktion dem geplanten Endprodukt schon nahekommen. Für sichtbare Serienoptik empfehlen wir eine Nachbearbeitung der Oberfläche.