3D-Druck für Automotive und Motorsport

Funktionsteile und Prototypen für Fahrzeugbau, Umbau und Motorsport. Aus ASA, ABS, PC oder PA12-CF, mit dokumentierten Parametern für reproduzierbare Nachbestellungen.

Prototypen meist in ca. 2 Werktagen versandfertig, Kleinserien je nach Umfang

Wo FDM im Fahrzeugbau punktet

Der Fahrzeugbau lebt von kurzen Iterationen und Teilen, die es im Katalog nicht gibt. Genau dafür ist der Druck gemacht.

Ansaug- und Luftführungsteile

Adapter, Resonatoren und Kanäle in Geometrien, die sich nicht biegen oder schweißen lassen. Aus ASA oder ABS, temperaturgeprüft für den Einbauort.

Halter und Befestigung

Sensorhalter, Kabelhalterungen und Steuergeräteaufnahmen. Formangepasst an Rohrprofile und Bleche, ohne dass am Fahrzeug gebohrt wird.

Abdeckungen und Verkleidungen

Schutzabdeckungen, Blenden und Gehäuse für Umbauten. Auf Wunsch geschliffen, grundiert und lackiert für den Sichtbereich.

Mockups und Passformprüfung

Maßhaltige Dummys prüfen Bauraum und Kollision, bevor das teure Endteil in Auftrag geht. Billig zu wiederholen, wenn sich das Design ändert.

Passende Werkstoffe

Im Fahrzeug zählen Temperatur, UV und Vibration. ASA für Außenteile, PC für Hitze, PA12-CF für steife Halterungen, TPU für Puffer und Dichtungen.

Zum Werkstoffleitfaden

Angaben, die wir für Fahrzeugteile brauchen

  • 01Einbauort und Temperaturumgebung, insbesondere der Abstand zu Motor, Krümmer und Ladeluft.
  • 02Medienkontakt: Kraftstoff, Öl oder Kühlmittel schließen FDM meist aus, Sprühnebel prüfen wir im Einzelfall.
  • 03Belastungsrichtung und Verschraubungspunkte, damit die Schichten in Kraftrichtung stehen.
  • 04STEP-Datei des Teils und, wenn möglich, des Gegenstücks für die Passformkontrolle.
  • 05Stückzahl und Wiederholbedarf, damit wir Parameter und Charge für Nachbestellungen dokumentieren.
Vollständige DFM-Checkliste

3D-Druck im Automotive-Umfeld: worauf es in der Praxis ankommt

Im Fahrzeugumfeld entscheidet fast immer die Temperatur über den Werkstoff. Ein Bauteil im Innenraum sieht im Sommer hinter Glas schon 70 bis 80 Grad, im Motorraum liegt es deutlich darüber. PETG fällt damit für viele Positionen aus, ASA und PC halten dauerhaft mehr aus, PA12 und PA12-CF kommen dort zum Einsatz, wo zusätzlich Steifigkeit und Verschleißfestigkeit gefordert sind.

Der zweite Punkt ist die Lastrichtung. Halter, Konsolen und Klemmen brechen im FDM-Druck fast immer entlang der Schichtebene. Wir richten solche Bauteile deshalb so aus, dass die Hauptlast quer zu den Schichten wirkt, und setzen Gewinde als Einpressbuchsen ein statt direkt in den Kunststoff zu schneiden.

Für Sichtbauteile und Prüfmittel im Fahrzeugbau kommt Flammschutz dazu. Wenn eine Freigabe nach UL94 V-0 gefordert ist, zählt die Angabe im Werkstoffdatenblatt, nicht das Verfahren. Dafür verwenden wir PC FR oder ABS FR und dokumentieren die verwendete Charge, damit die Angabe im Nachhinein belegbar bleibt.

Fertigungsdaten auf einen Blick

Standort
Schleswig, Deutschland
Bauteilgröße
bis ca. 250 x 250 x 250 mm, größere Teile geteilt und gefügt
Stückzahlen
1 bis mehrere Tausend, keine Mindestbestellmenge
Toleranzen
ca. ±0,2 mm bei PLA, PETG und Carbonvarianten, ±0,3 mm bei ABS, ASA und PC
Schichthöhe
0,10 bis 0,30 mm
Werkstoffe
20 technische Filamente von PLA bis PA12-CF und PC FR
Dateiformate
STEP, STL, 3MF, OBJ, IGES bis 200 MB
Lieferzeit
Prototypen in ca. 2 Werktagen, Serien je nach Umfang
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Häufige Fragen aus dem Fahrzeugbau

Welche Bauteile im Fahrzeugbereich eignen sich für FDM?

Alles, was keine dauerhafte Druck- oder Kraftstoffberührung hat und bei dem Geometriefreiheit zählt: Ansaug- und Luftführungsteile, Halter für Sensorik und Verkabelung, Abdeckungen, Adapter und Mockups für die Passformprüfung. Kritisch sind Dauerbeanspruchung über 100 °C und direkter Medienkontakt, dort prüfen wir den Einzelfall.

Wie temperaturbeständig sind die gedruckten Teile?

ASA und ABS liegen je nach Ausrichtung und Beanspruchung um 90 bis 100 °C, PC deutlich darüber. Im Motorraum entscheidet weniger der Werkstoff allein als die Position: ein Halter fünf Zentimeter vom Krümmer entfernt ist ein anderes Bauteil als einer an der Firewall.

Sind die Teile UV- und witterungsbeständig?

Für Außenanwendungen empfehlen wir ASA, das für Witterung und UV gebaut ist. ABS altert in der Sonne sichtbar. Für Sichtteile mit hohen Ansprüchen sind lackierte oder grundierte Varianten möglich.

Können Sie Kleinserien für Fahrzeugprojekte liefern?

Ja. Typisch sind 5 bis 200 Teile, etwa für Umbauserien, Prototypenflotten oder Veranstaltungstechnik. Wir dokumentieren Materialcharge und Druckparameter, damit Nachbestellungen identisch ausfallen.