3D-Druck für Robotik und Automatisierung
Leichte Greifer, End-of-Arm-Tooling und Komponenten für Roboterzellen. Weniger Masse am Flansch, integrierte Luft- und Kabelführung, neue Varianten in Tagen statt Wochen.
Greifervarianten in ca. 2 Werktagen
Was wir für Roboterzellen drucken
Automatisierung lebt von Anpassung. Jedes neue Produkt braucht neues Tooling, und das klassische Fräsen ist dafür oft zu langsam und zu teuer.
End-of-Arm-Tooling
Greiferträger und Adapterplatten mit integrierten Luftkanälen und Sensoraufnahmen, deutlich leichter als gefräste Aluminiumlösungen.
Greiferbacken und Auflagen
Formangepasste Backen, die das Werkstück großflächig halten. TPU-Auflagen schützen lackierte und polierte Oberflächen.
Zellenausstattung
Ablegenester, Schubladenfachwerke, Sensorhalter und Schutzabdeckungen rund um die Zelle, ohne Schreiner und ohne Wartezeit.
Roboter-Komponenten
Gehäuse, Gelenksegmente und Leichtbaustrukturen für eigene Roboterprojekte, von AGVs bis zu Portalachsen.
Passende Werkstoffe
An der Zelle zählen Gewicht, Steifigkeit und Griffigkeit. Faserverstärkte PA-Werkstoffe tragen, TPU greift schonend, ABS deckt ab.
- PA12-CFCarbongefülltes Nylon 12 - der Metallersatz für anspruchsvolle Bauteile.
- PA6-CFCarbongefülltes PA6 für hohe Lasten und Abriebfestigkeit.
- ABSKlassisches Engineering-ABS - stark, günstig, leicht nachzubearbeiten.
- PETGZäher Alltagswerkstoff mit sortenabhängigen Konformitätsoptionen.
- TPUFlexibles thermoplastisches Polyurethan - Shore 95A.
- PCPolycarbonat - schlagzäh, hitzefest, optional transparent.
Angaben für ein funktionierendes Tooling
- 01STEP-Daten des Werkstücks und die zulässigen Greifflächen, damit die Auflage dort sitzt, wo sie darf.
- 02Werkstückgewicht und Beschleunigung, daraus folgen Greifkraft und Wandstärken.
- 03Flanschnorm und Lochbild des Roboters, damit die Adapterplatte ohne Umbau passt.
- 04Position von Sensoren und Vakuumanschlüssen, die wir direkt ins Bauteil integrieren.
- 05Umgebung: Späne, Ölnebel oder Reinigungszyklen schließen bestimmte Werkstoffe aus.
Leichtbau und Greifertechnik im 3D-Druck
In der Robotik zahlt jedes Gramm am Endeffektor doppelt: es verringert die zulässige Traglast und erhöht die Momente in den Achsen. Genau deshalb ist FDM hier stark. Ein gedruckter Greifer wiegt mit passender Innenstruktur einen Bruchteil einer gefrästen Aluminiumvariante und lässt sich in derselben Woche zweimal überarbeiten.
Für Greiferbacken bewährt sich eine Kombination: harter Grundkörper aus PA12-CF oder PA6-CF für Steifigkeit, dazu eine weiche Kontaktfläche aus TPU, damit empfindliche Teile nicht beschädigt werden. Beide Werkstoffe drucken wir getrennt und fügen sie mechanisch, das ist reproduzierbarer als ein Verbunddruck.
Bei Bauteilen im Dauerbetrieb achten wir zusätzlich auf Zyklen statt nur auf Bruchlast. Schnappverbindungen und dünne Federzungen versagen im FDM-Druck durch Ermüdung entlang der Schichten. Wo möglich ersetzen wir sie durch eine geschraubte Lösung oder legen die Zunge quer zur Schichtebene aus.
Fertigungsdaten auf einen Blick
- Standort
- Schleswig, Deutschland
- Bauteilgröße
- bis ca. 250 x 250 x 250 mm, größere Teile geteilt und gefügt
- Stückzahlen
- 1 bis mehrere Tausend, keine Mindestbestellmenge
- Toleranzen
- ca. ±0,2 mm bei PLA, PETG und Carbonvarianten, ±0,3 mm bei ABS, ASA und PC
- Schichthöhe
- 0,10 bis 0,30 mm
- Werkstoffe
- 20 technische Filamente von PLA bis PA12-CF und PC FR
- Dateiformate
- STEP, STL, 3MF, OBJ, IGES bis 200 MB
- Lieferzeit
- Prototypen in ca. 2 Werktagen, Serien je nach Umfang
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Häufige Fragen aus der Automatisierung
Warum lohnt sich gedrucktes End-of-Arm-Tooling?
Gewicht. Jede eingesparte hundert Gramm am Flansch erlaubt schnellere Bewegungen oder ein kleineres RoboterModell. Dazu kommt die Formfreiheit: Luftführungen, Kabelkanäle und Anschläge liegen im Bauteil statt als Anbau.
Wie steif sind gedruckte Greifer?
PA12-CF erreicht Steifigkeiten, die für die meisten Handlingaufgaben reichen, und federt weniger als reine Kunststoffe. Bei hohen Biegemomenten über lange Ausleger legen wir Rippen gezielt in Kraftrichtung oder kombinieren mit Aluminiumkernen.
Greifen gedruckte Backen empfindliche Teile schonend?
Ja, dafür kombinieren wir steife Träger mit TPU-Auflagen. Die Auflage ist formangepasst ans Werkstück und verhindert Markierungen auf lackierten oder polierten Oberflächen.
Wie schnell bekommen wir eine neue Greifervariante?
Bei vorhandener Werkstückgeometrie dauert eine Variante in der Regel ca. 2 Werktage. Genau darin liegt der Vorteil gegenüber gefrästem Tooling: die Produkteinführung wartet nicht auf die Werkzeugmacherei.
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